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Dessous: Prognose oder Bestellung?

Bei einer Bedarfsprognose für Dessous muss erkennbar sein, welche Mengen nur der Planung dienen und welche bereits einer vereinbarten Bestellung zugeordnet sind. Halten Sie außerdem fest, ob die Prognose diese Bestellungen einschließt. Ein gemeinsamer Zeitraum und eine eindeutige Mengeneinheit verhindern, dass dieselben Einheiten zweimal in die Planung eingehen.

Artikel und Planungsstand festlegen

Als konkrete Referenz eignet sich das schwarze Spitzen-Set aus BH, Strapsgürtel und Slip, PDD-1008146020759. Die Produktbeschreibung nennt diese drei Teile. Klären Sie für Ihr Vorhaben, was eine Verkaufseinheit umfasst. Eine Angabe in Sets lässt sich nicht unmittelbar mit einer Stückzahl einzelner Kleidungsstücke vergleichen.

Ergänzen Sie Größe, Farbe und Spezifikationsstand. Für eine geplante Sonderausführung sollte klar sein, welche Mengen sich auf diese Variante beziehen. Der gleiche Artikelname reicht dafür nicht aus.

Eine Zeile je Variante und Zeitraum

Ein übersichtliches Planungsblatt braucht folgende Angaben:

  • Versionsnummer, Ausgabedatum und betrachteter Zeitraum
  • Artikelreferenz, Variante und Mengeneinheit
  • Niedriges, mittleres und hohes Bedarfsszenario, sofern sinnvoll
  • Mengenbasis: Gesamtbedarf einschließlich Bestellungen oder zusätzlicher Bedarf
  • Bereits bestellte Menge mit Bestellreferenz und zugehörigem Zeitraum
  • Annahmen, offene Punkte und nächster Prüftermin

Kennzeichnen Sie ungeklärte Werte ausdrücklich. Ein leeres Feld kann sonst als Null gelesen werden. Die Szenarien beschreiben Ihre Planung; sie belegen weder einen Lagerbestand noch eine zugesagte Fertigungskapazität.

Bestellte Mengen nicht doppelt rechnen

Ein rein rechnerisches Beispiel: Das mittlere Szenario beträgt 120 Sets und enthält eine bereits vereinbarte Bestellung über 40 Sets. Dann verbleiben 80 Sets als zusätzlicher Planbedarf. Sind die 120 Sets dagegen ausdrücklich zusätzlich gemeint, ist die bestehende Bestellung nicht abzuziehen. Die Überschrift der Mengenspalte entscheidet, welche Rechnung zu Ihrem Blatt passt.

Lassen Sie die Referenz der bestehenden Bestellung sichtbar. Eine aktualisierte Prognose dokumentiert für sich genommen keine Änderung dieser Bestellung. Einen Änderungswunsch müssen Sie gesondert nach dem vereinbarten Verfahren abstimmen.

Die Rückmeldung gezielt anfordern

Bei einem Eigenmarken- oder OEM-Projekt sollten Sie fragen, wie der Lieferant die Planmengen verwenden kann und welche weiteren Bestätigungen nötig sind. Leiten Sie aus dem Versand der Prognose keine Material- oder Kapazitätsreservierung ab.

Senden Sie Ihren datierten Planungsstand mit Artikel, Varianten, Mengenbasis und Bestellreferenzen. Bitten Sie um Bestätigung der empfangenen Version und um Benennung offener Annahmen. Etwaige vorgeschlagene Verpflichtungen sind separat abzustimmen. Bewahren Sie die Antwort beim Planungsblatt auf und kennzeichnen Sie ältere Fassungen eindeutig als überholt.

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