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Dessous-Stückliste: Bauteile, Mengen und Verkaufseinheiten trennen

Eine Materialstückliste beschreibt die Bestandteile eines Kleidungsstücks. Die Bestellposition beschreibt dagegen die Ware, die der Käufer erhält. Beide Ebenen müssen zusammenpassen. Ein dreiteiliges Set besteht nicht automatisch aus nur drei Materialpositionen; ein Meter Elastikband ist keine Verkaufseinheit.

Vom konkreten Set ausgehen

Das schwarze Spitzen-BH- und Strumpfband-Set, SKU PDD-1008146020759, wird als BH, hoch geschnittener Strumpfgürtel und passender Slip beschrieben. Die Materialangabe lautet Spitze gemäß Lieferantenangabe. Daraus ergeben sich keine verlässlichen Faseranteile, Stoffverbräuche, Bandlängen oder Verschlussmengen.

Legen Sie für BH, Gürtel und Slip eigene Abschnitte an. Verpackungen kommen in einen separaten Abschnitt. Lassen Sie zunächst bestätigen, welche Bestandteile zur vereinbarten Ausführung gehören.

Pro Bestandteil eine Zeile

  • Zuordnung: Kleidungsstück und genaue Position, etwa Träger oder Einsatz.
  • Identität: Material- oder Zubehörreferenz, Farbreferenz und zugehöriges Dokument.
  • Spezifikation: Zusammensetzung, Breite oder Abmessungen, soweit relevant. Fehlende Angaben bleiben offen.
  • Menge: Verbrauch je benanntem Kleidungsstück mit Einheit, etwa Meter oder Einzelteile. Nicht aus Fotos schätzen.
  • Freigabe: Musterreferenz, Version, Datum, verantwortliche Person und offene Frage.

Kopiervorlage: [Kleidungsstück] / [Bestandteil und Position] / [Referenz] / [Spezifikation] / [Menge und Einheit je Kleidungsstück] / [Nachweis] / [Freigabestatus]. Das ist eine Planungshilfe, keine bestätigte Fertigungsstückliste dieses Produkts.

Verbrauch ist nicht gleich Einkaufsmenge

Klären Sie, ob eine Materialmenge den Nettoverbrauch, einen Zuschnittzuschlag oder die Beschaffung für eine Charge bezeichnet. Zuschläge benötigen eine eigene bestätigte Grundlage; ergänzen Sie keinen pauschalen Prozentsatz. Fragen Sie auch, welche Positionen für mehrere Größen identisch sind und welche getrennt werden müssen.

Ordnen Sie erst danach die fertigen Teile der Verkaufseinheit und Bestellmenge zu. Beutel, Etiketten und Versandkartons gehören nicht in dieselbe Zwischensumme wie Bekleidungsmaterialien. Sonst kann „Stück“ zugleich Schnalle, Slip oder Set bedeuten.

Änderungen nachvollziehbar freigeben

Eine neue Spitzenreferenz kann mehrere Teile betreffen. Markieren Sie sämtliche betroffenen Zeilen, behalten Sie die Vorversion und klären Sie, welches Muster erneut geprüft werden muss. Offene Angaben werden nicht durch stillschweigende Annahmen ersetzt.

Ersetzt die Stückliste ein Tech Pack?

Nein. Zeichnungen, Maße und Verarbeitungsvorgaben benötigen eigene Referenzen. Für OEM- und Eigenmarke-Projekte sollte die Stückliste damit verknüpft sein.

Senden Sie Ihre Anfrage zur Prüfung: Produktlink, Definition der Verkaufseinheit, gewünschte Menge und fehlende Angaben. Erst die bestätigten Bestandteile bilden eine belastbare Grundlage für die weitere Abstimmung.

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